Väter und Cabrios

Väter und Cabriolets. Eine schier undenkbare Kombination, die durch diverse Klischees aber auch die Automobilindustrie gefördert wird. Ironischerweise ist die Vaterschaft einer der Hauptgründe gegen einen Roadster. Männer können teils sehr gut auf Stauraum verzichten wenn sie mit einem Koffer von A nach B reisen wollen. In den seltensten Fällen braucht ein Mann, selbst wenn er Vater ist einen riesigen Kofferraum und fast genauso selten bietet sich für einen Familienvater die Möglichkeit ein Cabriolet als Zweitwagen anzuschaffen und dieses auch zu fahren.

Warum also gehen die Automobilanbieter auf diese Dilemmasituation nicht ein? Der VW e-Up wird in Zukunft in Kombination mit einem kostenlosen Leihwagenprogramm angeboten. Der Käufer kann bis zu 30 Tage im Jahr Autos aus der VW Flotte leihen, wenn sein Up zu klein ist oder nicht über ausreichende Reichweite verfügt (z.B. einen Touareg für den Skiurlaub oder einen Bus für den Campingurlaub und den Bandauftritt). Die Mehrkosten belaufen sich lediglich auf Bezinkosten und bei Überschreiten eines bestimmten Reichweitenwertes eine Kilometerpauschale. Ein wie ich finde intelligentes Angebot, was dem Verbraucher die Elementare Angst vor Unzulänglichkeit in Ausnahmesituationen nehmen soll (Urlaub ist leider nun mal die Ausnahme).

Denkt man dieses Konzept weiter ist es die logische Konsequenz Käufern eines Transporters mit Familie anzubieten in den Sommermonaten für ein paar Wochen das Beetle Cabriolet oder den Eos zu fahren. Oder andersherum Käufern eines Cabriolets oder Roadsters anzubieten einen Bus zu leihen. Die Autohersteller hätten damit nicht nur die Möglichkeit aus einem Auto eine Mobilitätsdienstleistung zu machen, gleichzeitig würde eine hohe Markentreue gefördert werden und regelmäßiges „Probefahren“ und Feedback erreichen.

Und wenn die Kinder aus dem Haus sind kauft Papi sich ein Cabriolet.

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