Laufkundschaft für IKEA

Heute war ich das erste mal aus Bummellaune in einem IKEA. Das allein ist schon bemerkenswert genug. Das schwedische Möbelhaus hat mich bislang immer veranlasst einen Tag freizunehmen, ein Auto zu organisieren und einen ausgiebigen Plan zu entwickeln, was zu kaufen ist und fast wichtiger noch, was nicht. Aus purem Interesse am Konzept bin ich in den City IKEA in Altona geschlendert.
Das Storekonzept wurde der urbanen Umgebung angepasst.

„Erst wenn das alt bewährte Konzept sich ändert wird einem bewusst wie perfekt IKEA das Spiel mit unserem Autopiloten beherrscht.“

Der obligatorische Rundgang beginnt, nicht wie gewohnt im 1. Stock, sondern im Erdgeschoss und nimmt den Gast in seinen Sog des Kaufrausches auf 18.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Nur noch für große Möbelstücke gibt es ein Lager. Ist man nicht mit dem Auto vor Ort können Möbel bis zu einer gewissen Paketgröße vom Fahrradkurier noch am selben Tag zugestellt werden. Produkte die man kaufen möchte nimmt man direkt mit. Problemlos kann man auch in diesem IKEA mehrere Stunden verbringen.

Als Anbieter von Lebenslösungen hat das Möbelhaus neben Mobiliar, neuerdings Multimedialösungen auch Essen im Leistunsportfolio. Für mich tatsächlich eine realistische Alternative zur nicht vorhandenen Mensa am Abend. Rumpsteak, Pommes, Salat für 6,50€ (ab 18 Uhr) ist ein faires Angebot! Nach einer Stärkung (heute Tortellini mit Gemüse Lachs und einem Salat – sehr lecker!) geht es weiter im 2. Stock mit dem Pfad der praktischen Versuchungen. Ich bewundere die Menschen die es schaffen, einen IKEA tatsächlich nur mit den Produkten ihrer Einkaufsliste zu verlassen. Bevor man die perfekte Customer Journey (hier darf man sie auch wirklich mal so nennen) verlässt, empfiehlt sich ein kurzer Stop bei den SB-Kassen, die IKEA schon seit Jahre in seinen Filialen nutzt. Tückisch: Der ansonsten auf Laufkundschaft und Impulskäufe ausgelegte City Ikea enttäuschte meine Erwartung an der Kasse noch Batterien kaufen zu können. Außerdem sind die Flächen zum Ablegen der Produkte deutlich zu klein um angenehm alles von einer gelben in eine blaue Tasche zu räumen. Da geht noch was!

Nach dem Bezahlen noch fix einen HotDog, nicht aus Hunger sondern aus Gewohnheit und dann im Ausgangsbereich:
Ein Fahrkartenautomat!
Ein unmissverständliches Zeichen dafür, dass IKEA die wandelnden Bedürfnisse seiner Kunden ernst nimmt und das Konzept bis ins Detail konsequent durchdacht hat.

IKEAs Umsatz meiner Impulskäufe: 49,71€

Mehr Bilder gibt es hier.

Schreibe einen Kommentar