Unbezahlbare Jugendarbeit

Gestern hatte ich einen erfrischenden Schock. Die gesamte iPhoto-Mediathek hatte sich mit einem Mal verabschiedet. Glücklicherweise konnte ich die Roh-Daten noch aus einem Verzeichnis retten und nahm es so zum Anlass die Mediathek grundlegend zu entmüllen und zu sortieren. Dabei stolperte ich über zahlreiche Fotoalben von Jugendfreizeiten, die ich als Mitarbeiter begleitet habe und erinnerte mich an viele schöne Momente. Besonders fiel mir aber auf, dass ich damals gelernt habe mit Stresssituationen in Verantwortungsposition umzugehen, Teams zu moderieren und zu leiten und frei auf einer Bühne zu präsentieren. Was oftmals als Social Skills im Lebenslauf angegeben wird ist für meinen bisherigen Werdegang vermutlich das Entscheidende Detail gewesen. In mehr als sechs Jahren Jugendarbeit habe ich Freizeiten mit jeweils bis zu 60 Kindern nach Frankreich, Kroatien, Österreich und mehrfach nach Schweden betreut, innerdeutsch nach Burlage und Oese., einen Ausflug nach Holland. Stehts habe ich Jungschar, Kinderkirchentage, Jugendgottesdienste und Jugendkreise organisiert und durchgeführt. Das alles mit einer geringen Überzeugung von religiösen Motiven aber viel mehr motiviert durch das Fördern von Zusammenleben und Werte die auch durch die christliche Religion geprägt sind. Meine Eltern hatten es also oft nicht leicht mit mir, insbesondere als Pfarrer und Pfarrfrau, aber auch durch schlechte Schulnoten. Das Engagement brachte mich nicht nur ein wenig durch die Welt, was familiär nicht der Fall war, sondern hat mich vor immer neue Herausforderungen gestellt für die ich heute sehr dankbar bin.

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