Sozialkompetente Marken

Im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft organisiere ich mit unseren anderen Studentenvertretern das Public Viewing an der Brand Academy. Da es von der Hochschule ein sicher nett gemeintes aber nicht sehr üppiges Unterstützungsgeld für derart gemeinschaftsfördernde Veranstaltungen gibt haben wir mit unserem Startkapital einige Kisten Bitburger erworben um an einem Wettbewerb für Partysponsoring teilnehmen zu können. Einen Kassenbon und ein kreatives Foto hat es gebraucht um sich zu bewerben. War es dann an die Pinnwand der Brauerei gepostet mussten wir nicht lange auf die Reaktion warten und konnten uns über 50 Liter Bier in Partyfässern freuen. Abgesehen von ein paar Lieferschwierigkeiten, die aber zu unseren Gunsten mit weiteren 50 Litern entschuldigt wurden, lief das Prozedere reibungslos könnte man meinen. Erstaunlich ist für mich jedoch in diesem Konzept die Komponente des Kassenbons. Wenn ein Foto gemacht wird auf dem eindeutig Bitburger zu sehen ist, wieso braucht es noch diese bürokratische Hürde?

Vitamin water hingehen kam von alleine auf uns zu und fragte ob es unser Sommerfest durch kühle Vitamingetränke unterstützen dürfe. So ein Angebot schlägt man selbstverständlich nicht aus. Die Umsetzung lies jedoch auch hier zu wünschen übrig. Natürlich steht so ein Engagement immer im Zusammenhang mit dem Wunsch möglichst viel Buzz in sozialen Medien zu erzeugen, aber dieser MUSS doch organisch generiert werden und darf nicht im Nachhinein durch regelmäßiges Fragen erbeten werden. Authentizität ist im sozialen Netz das höchste Gut! Fürs nächste Mal ist da auf jeden Fall verbesserungspotential, bei beiden Sponsoren und im Interesse der Sponsoren.

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